17 Segelboote auf der Kolumbus-Route


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27. Ozean-Regatta Huelva – La Gomera ist gestartet

17 Segelschiffe unterschiedlicher Kategorien sind am 3. September in der Bucht von Punta Umbría bei Huelva zur 27. Ozeanregatta gestartet. Ziel dieses historischen Segelwettbewerbs auf der Route von Christoph Kolumbus ist die Insel La Gomera. Von dort startete der berühmte Seefahrer zu seiner Reise in die Neue Welt.

La Gomera – Zwanzig Boote waren zunächst als Teilnehmer gemeldet, doch wegen verschiedener  technischer Probleme mussten drei davon kurzfristig absagen. „Trotz der Krise können wir uns praktisch über die gleiche Teilnehmerzahl freuen, wie im vergangenen Jahr, wir haben also allen Grund, um zufrieden zu sein“, erklärte Francisco Pérez Ramblado, Vorsitzender der Organisation, vor dem Start.

Die Strecke umfasst 750 Seemeilen, die in direkter Linie von Punta Umbría nach San Sebastián de la Gomera zurückgelegt werden. Die Überfahrt dauert in der Regel hundert Stunden, und wenn diese Ausgabe des Wochenblatts erscheint, werden die ersten Boote wohl bereits im Hafen von San Sebastián eingelaufen sein, wo sie ein großer Bahnhof erwartet. Allerdings sind Überraschungen in der einen oder anderen Richtung möglich, denn die Wind- und Seeverhältnisse spielen eine wichtige Rolle. In machen Jahren gab es auf der Strecke ausgedehnte Flauten, die den Crews nicht nur seglerisches Können, sondern auch viel Geduld abverlangten. Im Gegensatz dazu konnte die Toyota Niponuba 2008 bei gutem Wind einen Streckenrekord von 81:02:15 h aufstellen.

Im vergangenen Jahr lag die Didgeridoo, die die 26. Kolumbus-Regatta für sich entscheiden konnte, noch weit unter dieser Rekordzeit. Doch kurz vor dem Ziel geriet sie in eine völlige Windstille und brauchte Stunden, um in den Zielhafen einzulaufen.

Sechs Teams von den Kanarischen Inseln sind in diesem Jahr mit dabei. Isla Colombina, Isla de la Gomera und Guarapo von La Gomera, Fuerteventura-La Playa de Canarias von Fuerteventura, Cantamaña von Gran Canaria und Piratas de Agache von Teneriffa.

Es geht bei der „27. Colombina“ um zwei begehrte Pokale. Der Trofeo Erasmo Armas, der zum Andenken an den Vater und Mitbegründer der Regatta und Mitglied der bekannten Reederfamilie Armas nach dessen Tod im vergangenen Jahr gestiftet wurde. Erstmalig ist der Trofeo Eloy Martín für Sportlichkeit in diesem Jahr zu gewinnen. Er soll an den einzigen Segelsportler erinnern, der an allen 26 Ozeanregatten teilgenommen hat und vor einigen Monaten verstorben ist. Eloy Martín war viele Jahre lang der Kommandant des Königlichen Segelclubs von Punta Umbría.

Bei der Colombina geht es jedoch nicht nur um die sportliche Leistung, sondern auch um den sozialen und kulturellen Austausch zwischen Andalusien und den Kanarischen Inseln. Rund um die Regatta stehen alljährlich hüben und drüben zahlreiche Veranstaltungen und gegenseitige Besuche von Delegationen auf dem Programm. So unterstrich Petronila Guerrero, die Präsidentin der Provinzverwaltung von Huelva bei der Begrüßung der Teilnehmer, die wichtige Rolle, welche die Ozean-Regatta für die Region spielt. „Sie schafft Einnahmen und Arbeitsplätze, sie stärkt den Tourismus, der ein wichtiger Wirtschaftssektor in unserer Region ist“, sagte sie unter anderem.

Informationen über den Verlauf der Regatta in Echtzeit:

www.regatacontrol.com

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