„Auf die Urlaubsinsel Teneriffa für die gute Sache“

Josef Reitter, einer der Initiatoren von Charity Flyers, freut sich auf die Tour nach Teneriffa.

Josef Reitter, einer der Initiatoren von Charity Flyers, freut sich auf die Tour nach Teneriffa.

Die Charity Flyers, eine Gruppe begeisterter Hobbypiloten aus dem deutschprachigen Raum, starten ihre 2021er Tour von Deutschland nach Teneriffa

Teneriffa – Es ist Urlaubsaison, und ganz Deutschland strömt in die Urlaubsgebiete. 10 Hobbypiloten aus verschiedenen Ecken Deutschlands und Tschechiens investieren ihre Urlaubstage und treffen sich am Morgen des 28. August 2021 am Flughafen Augsburg, um von dort aus im Sichtflug in Richtung Süden mit Ziel Teneriffa-Nord zu starten. Das Besondere dieser Tour ist es, im Vorfeld und auf dem Weg dorthin, Spenden für das Sozialprojekt „Hope & Light“ zu sammeln, um diese am Zielort in Puerto de la Cruz zu übergeben.

„Das Projekt ´Hope & Light´ unterstützt vor Ort junge Mütter mit ihren kleinen Kindern, die aufgrund familiärer oder wirtschaftlicher Umstände buchstäblich auf der Straße stehen und keinen Schutz mehr haben“, erläutert die deutsche Projektverantwortliche des Rotary Clubs Puerto de la Cruz auf Teneriffa, Jutta Dornhege Álvarez, „gerade jetzt bei einer Arbeitslosigkeit von über 50% bei jungen Erwachsenen sind diese Frauen mit ihren kleinen Kindern ganz besonders gefährdet“. Die Kanarischen Inseln kennt man gewöhnlich nur als Urlaubsziel, über die teilweise starke Armut auf dem Archipel wird kaum berichtet. Zusammen mit einer lokalen Hilfsorganisation kümmert sich die engagierte Initiatorin des Projekts um vorübergehenden Wohnraum, Versorgung, Kinderbetreuung und wenn möglich um die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt für die betroffenen Frauen.

Jutta Dornhege Alvarez (rechts), die Projektverantwortliche für das Projekt Hope & Light auf Teneriffa, mit einer Unterstützerin aus Deutschland. Fotos: Charity Flyers
Jutta Dornhege Alvarez (rechts), die Projektverantwortliche für das Projekt Hope & Light auf Teneriffa, mit einer Unterstützerin aus Deutschland. Fotos: Charity Flyers

Die Charity Flyers finanzieren sich ihre Fliegerei und Reisekosten natürlich komplett selbst, die Spenden kommen zu 100% im Projekt an. „Die Kombination unseres Hobbys mit einem Sozialprojekt am Zielort unserer Reisen gibt der ganzen Aktion einen besonderen Wert“, meint Wolfgang Czizegg von den Charity Flyers aus München. Eine Reihe von Rotary Clubs in Deutschland haben bereits großzügig beigetragen; Freunde und Bekannte, Arbeitgeber, Unternehmen in der Nähe und Interessierte im weiteren Umfeld, wurden in den letzten Wochen direkt angesprochen, um möglichst viele Menschen für Spenden für das Hilfsprojekt zu gewinnen.
Die Reiseroute steht, die kleinen Flugzeuge werden gerade für den langen Weg präpariert, die Piloten haben sich mittlerweile alle impfen lassen und können damit über Ländergrenzen reisen. „Wir sind alle top vorbereitet, die Spannung steigt“, berichtet Sepp Reitter aus Tschechien, einer der Initiatoren der Charity Flyers. „Die Flugzeuge sind alt und haben teils schon über 45 Jahre auf dem Buckel, aber mit guter Vorbereitung werden wir das schaffen“. Und Vorbereitung gab es die letzten Monate genug. Seit Herbst 2020 trifft sich die Gruppe regelmäßig per ­Video, legt die gemeinsame Marschrichtung fest und stimmt offene Punkte ab.
So kann es also losgehen, sowohl mit der Spendenaktion als auch mit der Reise. Und wenn alles gut läuft, ist die nächste Aktion für 2022 schon gesetzt.

Die Fliegerfreunde auf einer früheren Tour in Formation über Kroatien
Die Fliegerfreunde auf einer früheren Tour in Formation über Kroatien

Weitere Infos und Spendenmöglichkeit sind zu finden auf www.charity-flyers.de oder auf www.facebook.com/CharityFlyers/

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