Corona-Ansteckungsrisiko im Flugzeug äußerst gering

Embraer schreibt: „Wussten Sie, dass in der Kabine der Embraer E-Jets die Luft jede Stunde mindestens 20-mal komplett erneuert wird? HEPA-Filter und Luftströme leisten eine 99,97%ige Effektivität, was das Einfangen von in der Luft vorhandenen Partikeln und anderen Verunreinigungen angeht.“ Foto: Embraer

Embraer schreibt: „Wussten Sie, dass in der Kabine der Embraer E-Jets die Luft jede Stunde mindestens 20-mal komplett erneuert wird? HEPA-Filter und Luftströme leisten eine 99,97%ige Effektivität, was das Einfangen von in der Luft vorhandenen Partikeln und anderen Verunreinigungen angeht.“ Foto: Embraer

Airbus, Boeing und Embraer haben entsprechende Studien veröffentlicht

Madrid – Der internationale Luftverkehrs-Verband IATA, in dem die wichtigsten Fluggesellschaften zusammengeschlossen sind, sowie die Flugzeugbauer Airbus, Boeing und Embraer haben Informationen wissenschaftlicher Studien herausgegeben. Das Fazit dieser Untersuchungen ist, dass es praktisch unmöglich ist, sich während eines Fluges mit dem Coronavirus anzustecken. Der Grund: das Belüftungssystem der Flugzeuge.
Die Information besagt, dass seit Anfang 2020 lediglich 44 Fälle bekannt geworden sind, in denen davon ausgegangen werden kann, dass die Infektionen während eines Fluges erfolgten. Während dieser Zeit reisten 1,2 Milliarden Passagiere mit dem Flugzeug, sodass die Zahl der Ansteckungen bei einem Fall pro 27 Millionen Fluggäste liege. Das sei doppelt so hoch wie die Wahrscheinlichkeit für einen Lottospieler, den Hauptgewinn mit einer einzigen Wette zu erzielen (eins zu 13,9 Millionen) haben die Autoren der Studie errechnet.
Sie räumten in ihrem Bericht allerdings ein, dass ihnen mangels Informationen nicht alle realen Fälle bekannt waren. Doch selbst wenn 90% aller Fälle nicht mitgeteilt worden wären, blieben die Möglichkeiten einer Ansteckung minimal – ein Fall auf 2,7 Millionen Passagiere.
„Wir sind der Ansicht, dass diese Daten extrem beruhigend sind. Die meisten der bekannt gewordenen Fälle stammen aus der Zeit, als noch keine Maskenpflicht während des Fluges galt“ erklärte Dr. David Powell, der medizinische Berater der IATA. Die Gründe dafür, dass die Zahl der Infektionen derart niedrig ist, gehen aus einer gemeinsamen Veröffentlichung von Airbus, Boeing und Embraer über die Dynamik des computergesteuerten Luftstroms hervor. Jeder Hersteller hatte die entsprechenden Untersuchungen in seinen Maschinen separat durchgeführt, wobei die Methoden und Systeme sich nur gering voneinander unterscheiden. Detaillierte Simulationen der Luftstromsysteme der Flugzeuge haben gezeigt, dass diese die Bewegung von Partikeln in der Kabine kontrollieren und somit die Ausbreitung von Viren verhindern.
Die Systeme des Luftstroms in den Maschinen, die effizienten Partikelfilter sowie die natürlichen Barrieren der Rückenlehnen der Sitze, der nach unten gerichtete Luftstrom und der regelmäßige Austausch der Luft verringern nachhaltig das Risiko der Übertragung von Krankheiten an Bord in normalen Flugzeiten, so das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen.

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