Die Mieten in Tourismus-Gebieten sinken

In Adeje macht sich die Reduzierung der Mieten bisher am stärksten bemerkbar. Foto Ayuntamiento Adeje

In Adeje macht sich die Reduzierung der Mieten bisher am stärksten bemerkbar. Foto Ayuntamiento Adeje

Bis zu 10% sind die Preise in einigen Orten gefallen, nur in einigen wenigen stiegen sie weiter an

Teneriffa – Im Vermietungssektor zeigen sich mittlerweile die Auswirkungen der Pandemie-bedingten Wirtschaftskrise. Die Mietpreise für die Langzeitvermietung sind in den letzten Monaten in vielen Städten und Gemeinden Teneriffas gesunken. Die stärksten Reduzierungen waren dabei in denjenigen Gebieten zu verzeichnen, in denen sich der Fremdenverkehr konzentriert.
Adeje liegt mit einem Preisverfall von 10,6% in nur drei Monaten an der Spitze dieser Entwicklung. In Arona sanken die Mieten von April bis Juli 2020 um 8,4%.
Schon seit Langem war es in vielen Bereichen der Insel äußerst schwierig, Mietwohnungen zu bezahlbaren Preisen zu finden, vor allem in jenen Gebieten, wo nicht genügend neuer Wohnraum gebaut wird und außerdem zahlreiche Objekte in Ferienwohnungen umgewandelt werden. Diese beiden Faktoren haben den Vermietungsmarkt schrumpfen lassen und die Mieten in die Höhe getrieben.
Obwohl der Preisrückgang sich noch nicht überall auf der Insel bemerkbar macht, zeigen die Daten, welche das Immobilienportal Idealista zusammengetragen hat, dass diejenigen Gemeindegebiete, die am stärksten auf den Tourismus ausgerichtet sind, den Preisabfall zuerst zu spüren bekommen haben.
In Adeje wurden noch im April durchschnittlich 11,70 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Im Juli waren es mit 10,50 Euro über einen Euro weniger. Zu Beginn der Corona-Krise kostete demnach eine 90 Quadratmeter-Wohnung im Mittel 1.053 Euro monatlich und aktuell sind es 945 Euro. In Arona sank die Durchschnittsmiete einer solchen Wohnung von 1.008 Euro auf 927 Euro.
Auch in Puerto de la Cruz machte sich diese Entwicklung bemerkbar, wenn auch in geringerem Maße. Um 3,5% sanken dort die Mieten auf 10,70 Euro pro Quadratmeter gegenüber 11,10 Euro noch im April.
Weitere Städte, in denen die Mieten sanken, sind u.a.: Candelaria (6,7%), Granadilla de Abona (7,7%), Güímar (0,7%), San Miguel de Abona (8%) und Santiago del Teide (3,8%). Dagegen sind in einigen anderen Ortschaften wie El Rosario, Guía de Isora, San Cristóbal de La Laguna und Santa Cruz die Mieten heute höher als zu Beginn der Corona-Krise.

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