Endlich an der frischen Luft!

Einige Kinder nutzten die Erlaubnis, auf die Straße zu gehen, auch für einen Besuch bei den Großeltern, auch wenn sie sich nur zuwinken konnten. Foto: EFE

Einige Kinder nutzten die Erlaubnis, auf die Straße zu gehen, auch für einen Besuch bei den Großeltern, auch wenn sie sich nur zuwinken konnten. Foto: EFE

Seit dem 26. April dürfen Kinder unter 14 Jahren für Spaziergänge ihr Zuhause verlassen

Kanarische Inseln – Der 26. April 2020 war ein ganz besonderer Sonntag in Spanien. Viele Familien feierten an diesem Tag das Gefühl der Freiheit, das ihnen die von der Regierung erteilte Erlaubnis zu Spaziergängen nach sechs Wochen der „Gefangenschaft“ in den eigenen vier Wänden schenkte.

Der zaghafte Beginn der Lockerung der Corona-Maßnahmen füllte die Straßen und Plätze mit Kindern, die teils auf Rollern, Fahrrädern und mit Rollschuhen die wiedergewonnene Freiheit genossen. Obwohl sich die meisten Menschen an die klaren Vorgaben der Regierung hielten, zwei Meter Abstand voneinander zu halten, sorgten auf Twitter unter dem Hashtag #irresponsables veröffentlichte Fotos, auf denen Menschen zu sehen waren, die sich in Gruppen aufhielten und Kinder, die zusammen Fußball spielten, für Empörung.

Die Bedingungen, die von der spanischen Regierung für die Spaziergänge mit Kindern bekannt gegeben wurden, legen fest, dass die Erlaubnis für Kinder unter 14 Jahren gilt. Ein Erziehungsberechtigter darf mit bis zu drei Kindern für maximal eine Stunde und nur einmal am Tag zwischen 9.00 und 21.00 Uhr im Umkreis von einem Kilometer zum Wohnsitz spazieren gehen. Dabei muss ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personengruppen gewährleistet sein.

Kinder zwischen 14 und 17 Jahren dürfen weiterhin nicht spazieren gehen. Ihnen ist allerdings erlaubt, Besorgungen z.B. im Supermarkt zu machen, zur Apotheke zu gehen oder zur Bank.

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