Institut für Tropenmedizin darf auf Ebola testen


Infolgedessen können die erforderlichen Maßnahmen schneller eingeleitet werden

Das Institut für Tropenmedizin und Öffentliche Gesundheit der Kanaren (Instituto de Enfermedades Tropicales y Salud Pública de Canarias) wird in Kürze – neben dem Institut Carlos III. in Madrid – als einziges Labor Spaniens Blutproben auf eine mögliche Infektion mit dem Ebola-Virus überprüfen dürfen.

Das entsprechende Abkommen zwischen dem Gesundheitsministerium, dem kanarischen Gesundheitsressort, dem Institut Carlos III und dem Institut für Tropenmedizin sieht erstmalig die Untersuchung einer Blutprobe auf Ebola außerhalb von Madrid vor. Institutsdirektor Basilio Valladares erklärte, der Transport solcher Blutproben sei aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen äußerst aufwendig, sodass die Möglichkeit, die Analyse im Labor der Schutzstufe 3 vor Ort sofort durchführen zu können, von größter Bedeutung sei. Je früher eine Virus-Infektion bestätigt ist, umso schneller können die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden. In Zukunft wird die Laboruntersuchung auf Teneriffa gemacht, gleichzeitig jedoch ein Aliquot nach Madrid geschickt. Es steht nur noch das entsprechende Zertifikat des Instituts Carlos III. aus, welches die nötige Ausbildung der Mitarbeiter und die erforderliche Ausstattung offiziell belegt. 

Valladares hofft, sein Institut könne in Zukunft auch den afrikanischen Nachbarn stärker bei der Analyse und Bekämpfung von Viren helfen. 

Aktionsplan

Seit Oktober 2014, als die Krankenschwester Teresa Romero für virusfrei erklärt wurde, hat es in Spanien keinen Ebola-Fall mehr gegeben. Obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, könnte das Virus jedoch weiterhin durch eines der in Liberia, Sierra Leone oder Guinea tätigen Mitglieder einer Hilfsorganisation oder von einem Reisenden eingeschleppt werden. Seinerzeit bereitete das Gesundheitsministerium im Rahmen eines Aktionsplans  ausgewählte Krankenhäuser auf die Behandlung von Ebola-Patienten vor, darunter Teneriffas Universitätskrankenhaus Nuestra Señora de la Candelaria. 

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