Neue linke Plattform „Sumar“

Die zweite Vizepräsidentin und Arbeitsministerin, Yolanda Díaz, bei der Vorstellung ihrer politischen Initiative „Sumar“ Foto: EFE

Die zweite Vizepräsidentin und Arbeitsministerin, Yolanda Díaz, bei der Vorstellung ihrer politischen Initiative „Sumar“ Foto: EFE

Die zweite Vizepräsidentin tritt nächstes Jahr mit einem eigenen Projekt bei Parlamentswahlen an

Galicien – 2023 ist ein entscheidendes politisches Jahr für Spanien. Im Mai 2023 finden Kommunal- und Regionalwahlen statt und einige Monate später die Parlamentswahlen. Jede politische Fraktion hat nach der Sommerpause mit ihrer eigenen Kampagne begonnen. Die zweite Vizepräsidentin der Koalitionsregierung aus PSOE und der linkspopulistischen Unidas Podemos, die Arbeitsministerin Yolanda Díaz, hat nun offiziell ihr eigenes Projekt vorgestellt. Sie wird bei den Parlamentswahlen mit einer eigenen Wahlplattform namens „Sumar“ (Summieren oder Addieren) antreten.

Díaz, die aus Galicien stammt, eröffnete in dieser autonomen Region auch ihre Kampagne. Sie besuchte den Ort Folgoso do Courel, um konkret zu sein, die Zone, die im letzten Sommer durch einen Waldbrand zerstört wurde. Nach dem Besuch in den ­verwüsteten Wälern, forderte die Arbeitsministerin, „einen neuen Tarifvertrag für die ländlichen Gebiete“. Außerdem zeigte sie Verständnis für die von den Gewerkschaften angeregten Mobilisierungen, da der Unternehmerverband CEOE es strikt ablehnt, sich erneut an den Verhandlungstisch zu setzen, um die Lohnerhöhungen festzulegen. Sie forderte den CEOE auf, die Bedeutung der Situation zu erkennen und wieder zu verhandeln.

Unabhängige Plattform

In den letzten Monaten hat Díaz ein unabhängiges Profil gezeigt, unabhängig von ihrer Partei Podemos, und beabsichtigt, mit „Sumar“ eine linke Plattform zu gründen. In ­Folgoso do Courel begann sie mit einem „Zuhör-Prozess“, der sie durch ganz Spanien führen wird. In Versammlungen, ­Konferenzen und sonstigen Veranstaltungen sollen Ideen vorgestellt und ausgetauscht werden, um dadurch ihr Projekt den Bedürfnissen der Menschen anzupassen.

Díaz, die bis zum Jahresende einen umfangreichen Arbeitsplan hat, bereitet sich darauf vor, in den kommenden Monaten ihre Aufgaben als zweite Vizepräsidentin im Kabinett Sánchez mit der Leitung ihrer eigenen politischen Gruppe zu verbinden.

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