Neuer Rekord bei den Arbeitslosenzahlen


Ende Februar waren fast 280.000 Menschen beim kanarischen Arbeitsamt als arbeitslos gemeldet

Im Februar stieg die Arbeitslosenquote auf den Kanaren erneut an. Den neuesten Daten des Arbeitsministeriums zufolge waren am Monatsende 278.898 Menschen beim kanarischen Arbeitsamt (SCE) als arbeitslos gemeldet, 4.915 bzw. 1,8% mehr als Ende Januar und 17.722 bzw. 6,8% mehr als im Vorjahresmonat.

Madrid – Von den im Februar neu Gemeldeten stammten 3.582 aus dem Dienstleistungssektor, 310 aus dem Baugewerbe, 305 aus der Industrie, 6 aus der Landwirtschaft und 712 aus diversen Gewerben.

Auch insgesamt gesehen sind die meisten als arbeitslos Gemeldeten dem Dienstleistungssektor zuzuordnen (192.944), gefolgt vom Bauwesen (52.287), der Industrie (13.447) und der Landwirtschaft (5.781); 14.439 hatten noch nie eine Arbeitsstelle.

Die Regionalregierung machte das Ende der Feiertage  für den Stellenverlust bei Handel und Hostellerie verantwortlich und erklärte, Februar sei üblicherweise ein schlechter Monat. Die kanarische Exekutive forderte von Madrid, endlich den neuen Haushalt aufzustellen und finanzielle Hilfe gegen den sozialen Notstand zu leisten.

Der Unternehmerverband CEOE-Tenerife forderte mehr Flexibilität im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, während die Gewerkschaften mittels verstärkter Tarifverhandlungen und daraus hevorgehendem Konsens aller Beteiligten Arbeitsplätze schaffen wollen.

Fast 5 Millionen

Spanienweit stieg die Anzahl der als arbeitslos Gemeldeten im Februar um 112.269 bzw. 2,4% auf 4.712.098. Seit Beginn der Erhebung durch das Arbeitsministerium im Jahr 1997 handelte es sich um den zweitschlechtesten Februar überhaupt sowie den siebten Monat in Folge mit steigenden Arbeitslosenzahlen.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 412.835 bzw. 9,6% mehr Arbeitslose bei den spanischen Arbeitsämtern registriert.

Präsident Mariano Rajoy gab zu, er habe die schlechten Februar-Zahlen vorausgesehen, da die ergriffenen Maßnahmen sich kurrzeitig kaum auswirken könnten, sondern vielmehr langfristig solide Grundfeste setzen würden. Engracia Hidalgo, Staatssekretärin für Arbeit, kündigte an, „uns wird es schlecht gehen“, und gab der vorigen Regierung die Schuld.

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