Riesenkalmare in kanarischen Gewässern


© EFE/SECAC

Die sagenumwobenen Kopffüßer stehen auf der Speisekarte von Walen

Kurzflossen-Grindwale ernähren sich unter anderem auch von Riesenkalmaren. Dieser Entdeckung ist es zu verdanken, dass jetzt die Existenz dieser sagenumwobenen Kopffüßer in den Tiefen des Gewässers um die Kanarischen Inseln bestätigt werden konnte.

Wie Vidal Martín von der kanarischen Gesellschaft für Walstudien, SECAC erklärte, ist das Gebiet um die Inseln ein Paradies für Wale, das allerdings noch verhältnismäßig wenig erforscht ist. Als bestätigt gilt bislang, dass von den 84 weltweit registrierten Walarten mindestens 28 in kanarischen Gewässern leben.

Noch weit weniger erforscht sind jedoch die Riesenkalmare, was in großem Maße an ihrem für Menschen nur schwer zugänglichen Lebensraum in bis zu 1.000 Metern Tiefe liegen dürfte.

Kein Wunder also, dass im Hinblick auf die Existenz von Riesenkalmaren um die Kanaren bislang nur wenig bekannt war, lebend gesichtet wurden sie jedenfalls hierzulande noch nicht. Immer wieder werden jedoch Tentakel  von Riesenkalmaren in den Mägen von Kurzflossen-Grindwalen und Pottwalen entdeckt, die in kanarischem Gewässer leben. Es sei also nicht auszuschließen, so wird vermutet, dass in den Tiefen des Meeres um die Inseln Riesenkalmare leben.

Martín bestätigte in diesem Zusammenhang, dass es für die Wissenschaftler äußerst erstaunlich zu beobachten war, dass Riesenkalmare nicht nur auf der Speisekarte der Pottwale, sondern auch der Kurzflossen-Grindwale stehen. Das wurde unter anderem auch vor Teneriffa beobachtet, wo Grindwale gesichtet wurden, wie sie mit riesigen Tentakeln im Maul auftauchten.

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