Riesenwellen, Schnee und Glatteis


© Moisés Pérez

Im Februar wurde es Winter auf Teneriffa

Wind, Regen, Glatteis, Schnee und Riesenwellen gab es Anfang Februar auf der Ferieninsel Teneriffa. Während in den Touristenmetropolen so mancher Urlauber in kurzen Hosen und Sandalen den widrigen Wetterbedingungen trotzte – „man ist ja schließlich auf den Kanaren“ –, zogen die Canarios ihre Schals enger und fröstelten.

Immerhin war das Thermometer mancherorts auf 13 Grad gefallen. Während es in den Niederungen zum Leidwesen der Touristen regnete und stürmte, fiel am Teide die erste dicke Schneedecke des Jahres. Über zwanzig Personen, die sich im Nationalpark aufgehalten und nicht rechtzeitig den Rückweg angetreten hatten, mussten in einem Notquartier übernachten, weil sämtliche Straßen Richtung Teide wegen Glatteis und Schnee gesperrt werden mussten.

In Garachico musste wieder einmal die Allee am Meer für Fußgänger und Fahrzeuge gesperrt werden, weil der Atlantik sich angriffslustig zeigte. Meterhohe Wellen schlugen über die berühmten Felsenbäder und überschwemmten die Straße. Auch in Puerto de la Cruz zog das Schauspiel an der Küste viele Zuschauer an. Hier musste die Hafenmole gesperrt werden, was neugierige Touristen allerdings nicht davon abhielt, den Wellen gefährlich nahe zu kommen. Völlig arglos standen sie auf der Mole und betrachteten die riesigen Brecher. In welch große Gefahr sie sich damit begaben und wie schnell und mit welcher Wucht diese Wellen alles was ihnen in die Quere kommt fortreißen, war ihnen wohl nicht bewusst. Glücklicherweise kam dennoch niemand zu Schaden.

An den Flughäfen von La Palma und El Hierro saßen wegen des Unwetters viele Passagiere fest. Wegen des starken Windes wurde der Flugverkehr zeitweise eingestellt. Zahlreiche Flüge fielen aus. Und auch eine Fred.Olsen-Fähre, die von Teneriffa nach Gran Canaria unterwegs war, musste umkehren, weil der Hafen von Agaete nicht angelaufen werden konnte.

Tage später erfreuten sich die Touristen wieder an der Sonne und die Canarios zog es in die Berge, um sich dem seltenen Vergnügen einer Schneeballschlacht hinzugeben.

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