Sportstadt muss warten


© Moisés Pérez

Gemeinde Puerto de la Cruz tritt von Baukredit zurück

Die anfallenden Zinsen sind zu hoch oder besser gesagt, bei der finanziellen Lage der Gemeinde unerschwinglich.

Diese Einsicht hat den Stadtrat von Puerto de la Cruz zu dem Beschluss veranlasst, von dem im Jahr 2008 von der damaligen Bürgermeisterin Dolores Padrón (PSOE) aufgenommenen Baukredit in Höhe von sechs Millionen Euro zurückzutreten. Das Geld sollte in den Bau der seit Jahren geplanten sogenannten „Ciudad Deportiva“ (Sportstadt) fließen, ein großer Sportkomplex mit Leichtathletikstadion, Fußballplatz mit bis zu 10.000 Zuschauerplätzen, Tennisplätzen, Parkplätzen und Kinderspielplatz im Gebiet des Barranco San Felipe. Dass diese Pläne angesichts der schlechten Finanzlage der Stadt, die sich nahe an der Pleite bewegt, unmöglich umsetzbar sind, hat die CC-PP-Stadtverwaltung erkannt und will nun den zweckgebundenen, belastenden Kredit loswerden.

In einer Stadtratssitzung stellte die Stadtdezernentin für Wirschaft und Finanzen, Sandra Rodríguez, klar: „Die Stadt kann sich keine Investition in Höhe von 20 Millionen Euro leisten“. Dies hätte auch Dolores Padrón damals wissen können, als sie einen Kredit von sechs Millionen aufnahm, monierte sie. „Weder 2008 noch heute kann sich die Gemeinde derartig hohe Ausgaben für eine Infrastruktur dieser Dimension leisten“, sagte sie. Nichtsdestotrotz sei die Stadtverwaltung weiter bestrebt, das Projekt umzusetzen, allerdings mittels eines passenderen Finanzierungsmodells.

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