TUI sieht Chance für die Urlaubssaison

Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres (l.), die regionale Tourismusministerin Yaiza Castilla (2.v.l.) und TUI Vorstandsmitglied Sebastian Ebel (r.) bei der Besprechung. Foto: efe

Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres (l.), die regionale Tourismusministerin Yaiza Castilla (2.v.l.) und TUI Vorstandsmitglied Sebastian Ebel (r.) bei der Besprechung. Foto: efe

Vorstandsmitglied Sebastian Ebel reiste zu einer Besprechung mit dem kanarischen Präsidenten nach Gran Canaria

Kanarische Inseln – Das gemeinsame Ziel ist die Rettung der Winterurlaubssaison – so könnte das Fazit des Treffens zwischen Vertretern der kanarischen Regierung und Europas größtem Reiseveranstalter lauten, das am 31. August im Regierungssitz in Las Palmas de Gran Canaria stattfand. Zu der Lagebesprechung trafen sich Präsident Ángel Víctor Torres und die regionale Tourismusministerin Yaiza Castilla mit TUI Vorstandsmitglied Sebastian Ebel, der die Bereiche Destination Experiences, Hotels & Resorts, Cruises und Group Purchasing verantwortet. Dabei ging es um die Planung der Winterurlaubssaison, die im November beginnt und die Ausarbeitung gemeinsamer Strategien, um die Kanarischen Inseln als sicheres Urlaubsziel zu etablieren.
Ángel Víctor Torres erklärte im Anschluss an das Treffen, es müsse nun in erster Linie erreicht werden, dass die Infektionszahlen sinken. In diesem Zusammenhang appellierte er an die Verantwortung aller Bürger, mit ihrem Verhalten dazu beizutragen. Nur so könne man im Ausland die Kanarischen Inseln auch weiter als sicheres Urlaubsziel bewerben.
Sebastian Eben erklärte die Bereitschaft der TUI, mit Marketingkampagnen dazu beizutragen, wies jedoch daraufhin, dass die Corona-Inzidenz auf den Inseln gesenkt werden müsse, auch wenn klar sei, dass die Ausbrüche in den Städten lokalisiert sind und nicht in den Urlaubsgebieten. Aktuell seien die Kanaren das einzige Winterreiseziel für Strandurlaub, das Kapazitäten für die Nachfrage auf dem europäischen Markt habe, versicherte Ebel. Die Reisebereitschaft der Kunden sei da, vor allem für den Winter, doch um die Inseln als sichere Destination anbieten zu können, müssten unbedingt die Infektionszahlen gesenkt werden, erklärte er im Hinblick auf drohende Reisehinweise und Quarantäneauflagen.
Um das Sicherheitsgefühl der Urlauber zu stärken, hält Ángel Víctor Torres weiter PCR-Tests vor Hin- und Rückreise für unerlässlich, eine Maßnahme, zu der sich vermutlich bald Neues ergeben würde, kündigte er an.
Die kanarische Tourismusministerin Yaiza Castilla wies auf die Sonderstellung der Kanaren als sicheres Urlaubsziel hin und erinnerte daran, dass die Inseln als einziges Reiseziel eine Versicherung abgeschlossen haben, die Urlauber gegen zusätzliche Kosten und Quarantänemaßnahmen im Fall einer Coronainfektion absichert. Dass September und Oktober „schwierige“ Monate werden, sei nicht mehr zu leugnen, so Castilla. Für November und Dezember hoffe man jedoch auf eine Erholung des Tourismus, um das Jahr mit wenigstens fünf Millionen Touristen abschließen zu können, was einen Rückgang um 66% entspräche. Sebastian Ebel signalisierte die Bereitschaft der TUI, einen Beitrag dazu zu leisten, jedoch immer mit Blick auf das Infektionsgeschehen.

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