Zum ersten Mal ist in Spanien eine so komplizierte Operation geglückt
Im Madrider La Paz-Krankenhaus ist ein kleines Wunder gelungen: Einem gerade einmal eineinhalb Jahre alten Mädchen wurden „erfolgreich“ sechs Organe des Verdauungsapparats transplantiert.
Madrid – Die komplizierte Operation, bei der der kleinen Cristina Magen, Zwölffingerdarm, Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber und Milz transplantiert wurden, liegt bereits über zwei Monate zurück.
Am 9. Mai konnte das Mädchen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Erstmalig überlebte demnach in Spanien ein Patient eine derart gefährliche Operation, von der hierzulande bislang nur vier durchgeführt wurden.
Wie der leitende Krankenhausdirektor, Rafael Pérez-Santamaría bei der Bekanntgabe der geglückten Operation Ende Mai erklärte, stammen die Spenderorgane von einem Kind, das im Alter von sechs Monaten gestorben war.
Nach Angaben von Pérez-Santamaría gibt es europaweit nur zwei weitere Krankenhäuser (in Birmingham und in Paris), die imstande sind, einen derart komplexen Eingriff durchzuführen.
Zutiefst dankbar
Die Mutter der kleinen Cristina, María José García, bedankte sich ihrerseits zutiefst gerührt bei den Eltern, die in dem wohl schwersten Moment ihres Lebens noch die Güte besaßen, die Organe ihres eben verstorbenen Kindes, eines sechs Monate alten Babys, zur Rettung eines anderen freizugeben.