Der Schnellstraßenring schließt sich
Noch im Februar hieß es, das Teilstück des Schnellstraßenringes zwischen Icod de los Vinos und El Tanque solle im März, das Teilstück zwischen dem Barranco de Erques und Santiago del Teide im September geöffnet werden. Mittlerweile wurden beide Termine verschoben. Die neue Schnellstraße Buen Paso (Icod) – El Tanque soll nun jedoch offiziell am 15. April freigegeben werden, auch wenn die Experten für Straßenführung der Inselregierung Bedenken angemeldet haben.
Juan Ventura Mediana, Generaldirektor für Straßenbau der Regionalregierung, kündigte gegenüber einer Tageszeitung an, am 15. April sei es soweit und die Schnellstraße zwischen Buen Paso und El Tanque werde freigegeben, womit sich die Fahrzeit halbiere.
Doch weisen die Experten des Cabildos auf einen schweren Mangel hin. So soll der Kreisverkehr, der die Landstraße bei Buen Paso mit der Schnellstraße verbindet, nicht nur gesetzwidrig sein sondern auch zu schweren Rückstaus führen können. Demnach dürften Kreisel nur Straßen mit einem Verkehrsaufkommen von unter 15.000 Fahrzeugen am Tag miteinander verbinden, hier würden jedoch weitaus mehr Fahrzeuge verkehren, heißt es in dem Bericht. Darüber hinaus schaffe der Kreisverkehr ein empfindliches Nadelöhr, denn die Fahrzeuge, die von Icod kommen, müssen dem Gegenverkehr Richtung El Tanque die Vorfahrt lassen, wodurch mit erheblichen Rückstaus zu rechnen ist. Für diejenigen, die von Icod-Stadt Richtung Santa Cruz unterwegs sind, könnte dieser Kreisverkehr zur Geduldsprobe werden.
Trotz der Bedenken des Cabildos hat sich die Regionalregierung zumindest mittelfristig gegen eine Lösung des Problems entschieden, sprich – der Kreisverkehr bleibt erst einmal bestehen. Man wolle die Entscheidung über den Verlauf des ausstehenden Teilstücks zwischen San Juan de la Rambla und Buen Paso abwarten, hieß es vonseiten der Regierung. Auch hätten Untersuchungen gezeigt, dass es – abgesehen von den Stoßzeiten – generell nur zu kleinen Staus und kurzen, erträglichen Wartezeiten kommen würde.
Auch bei dem Teilstück zwischen dem Barranco de Erques und Santiago del Teide gibt es Probleme. Die Regionalregierung hat die Unterschrift der Anordnung zur Fortführung der Bauarbeiten aus ungeklärten Gründen hinausgezögert, sodass mit der Errichtung des Viaduktes über den Barranco, die neun Monate dauern soll, noch nicht begonnen werden konnte. Auch hat das Bauunternehmen die Bestellung der in Italien zu fertigenden Viaduktbögen erst einmal aufgeschoben. Selbst die alternativ ausgewählte Straße, die bis zur Fertigstellung des Viaduktes genutzt werden könnte, bedarf zumindest der Versetzung der Hochspannungsmasten. Wann die Teilstrecke freigegeben wird, steht nun wieder offen. Der genannte Eröffnungstermin im September wird jedoch kaum mehr eingehalten werden können.