Wochenblatt-Leser helfen
Vor einigen Tagen hat „Caritas Europa“ ihren neuesten Bericht über Kinderarmut veröffentlicht und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis. „Spanien liegt an zweiter Stelle der Länder der Europäischen Union, nur in Rumänien sind die Kinder noch ärmer. Und sogar in Bulgarien und Griechenland geht es Kindern noch besser. In der Studie wird vor allen Dingen der Einfluss der Sparmaßnahmen in den Krisenländern beleuchtet.
Jorge Nuño, Generalsekretär der Hilfsorganisation, der den Bericht von Caritas Europa in Athen vorstellte, kritisierte, dass die Sparmaßnahmen, welche durch die EU, aber auch durch die nationalen Regierungen diktiert worden sind, zur Verarmung der Bevölkerung geführt haben. „Sozialleistungen wurden gestrichen und teilweise sogar der Zugang zur öffentlichen Krankenversorgung, dabei sollte der Mensch im Mittelpunkt der politischen Entscheidungen stehen“, monierte er unter anderem.
Das Fazit dieser Studie widerspricht ganz eindeutig den offiziellen Erklärungen welche suggerieren, das Schlimmste der Wirtschaftskrise sei überstanden, sondern beweise vielmehr, dass sich die Situation der meisten Menschen nicht verbessere. „Die Sparmaßnahmen, welche die Probleme lösen und Wachstum schaffen sollten, haben versagt“, zeigte Jorge Nuño auf.
Unrealistische Daten
Diese Kritik von internationaler Stelle passt der spanischen Regierung, deren Mitglieder tagtäglich mit dem wirtschaftlichen Aufschwung hausieren gehen, absolut nicht ins Konzept, zumal die Europa-Wahlen vor der Tür stehen. Und frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ hat Finanzminister Cristóbal Montoro der Caritas vorgeworfen, der Bericht über Kinderarmut entspräche nicht der Realität. Er basiere lediglich auf „statistischen Messungen“. Montoro forderte die Organisation auf, in dieser Hinsicht keine Debatten zu provozieren. Nach der Sitzung des Ministerrats der vergangenen Woche hatte der Finanzminister in dieser Form auf entsprechende Fragen der Medien geantwortet. „Die systematischen Informationen die von Caritas angefertigt werden haben einen rein statistischen Inhalt. So unterscheidet sich der Punkt, an dem in Spanien die Armutsgrenze erreicht wird, erheblich von dem anderer Staaten der EU, obwohl bei diesen das Pro-Kopf-Einkommen wesentlich geringer ist.“ In dem Bericht von Caritas Europa seien außerdem verschiedene Konzepte „vermischt“ worden. Damit richtete Montoro sich gegen den Vergleich, was die Rettung der pleite gegangenen Autobahn-Gesellschaften im Großraum Madrid die Regierung kostet und was man ausgeben müsste, um den mehr als 500.000 Haushalten, die ohne Einkommen sind, ein Mindesteinkommen zu gewähren. Das wäre mit 2,6 Milliarden Euro zu bewerkstelligen – weitaus weniger als die Autobahnrettung kostet. „Ohne diese Rettung würden sich die Mittel für den Kampf gegen die Armut weiter reduzieren. Die Armut werde sich einzig und allein durch Wirtschaftswachstum, neue Arbeitsplätze und einer Politik der sozialen Kohäsion verringern.“ Diese Erklärung werde er nicht nur den Repräsentanten von Caritas Europa sondern auch anderer Hilfsorganisationen zukommen lassen“, unterstrich der Minister.
Das Fest verregnet
Der kritische Caritas-Bericht ist natürlich eine Steilvorlage für die Opposition. Alfredo Pérez Rubalcaba, der Führer der sozialistischen Partei, bedauerte ironisch, die Daten der Caritas hätten der Regierung ganz offensichtlich „das Fest verregnet“. Offenbar wolle der Finanzminister nicht gerne hören, dass es Millionen Menschen in Spanien schlecht geht. Er zweifelte auch die Versprechungen des Ministers über bevorstehende Steuersenkungen an. „Nur wer ihn nicht kennt, glaubt seinem Wort“, warnte er seine Zuhörer.
Dank Ihrer Hilfe, liebe Leser und Freunde des Wochenblatts, können wir mit unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ immer wieder in Not geratenen Familien und Organisationen helfen, die sich um Kinder kümmern. So haben wir vor einigen Tagen die Spenden der Eigentümergemeinschaft Acapulco III, die auf einem Fest 530 Euro eingenommen hat, an die Kindertagesstätte in La Vera weitergeleitet. In diesem Ortsteil von Puerto de la Cruz leben viele bedürftige Familien. In der Tagesstätte werden die Kinder nach Schulschluss betreut und sinnvoll beschäftigt, und dank der Unterstützung ansässiger Firmen bekommen sie auch einen Imbiss, Obst und Fruchtsaft.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Schaedle, der erneut eine Spende auf unser Konto überwiesen hat, sowie bei allen lieben Menschen, die eine Patenschaft übernommen haben.
Ein „sinnvolles“ Geschenk
Jetzt ist wieder die Zeit der Hausfeste. Es wird zu Geburtstagen, Jubiläen und anderen Festlichkeiten eingeladen und man weiß gar nicht mehr so recht, was man sich von seinen Gästen wünschen soll. Warum stellen Sie nicht eine Geschenkebox auf und wünschen sich eine Geldspende für die Aktion „Aus Geben wächst Segen“, das ist wirklich ein sinnvolles Geschenk. Einige unserer Leser haben so beachtliche Beträge für unser Spendenkonto zusammengebracht und waren stolz auf ihre großzügigen Gäste.
Was bisher mit den Spendengeldern geschah
Alle Spenden kommen voll den verschiedensten hier ansässigen Hilfsorganisationen zugute. Dafür bürgt die nunmehr in 30 Jahren bei seinen Lesern erworbene Reputation des Wochenblatts. Das Sonderkonto bei der Solbank wird gebührenfrei geführt. Kein Cent für Verwaltungsaufwand oder dergleichen wird von Ihren Spenden abgezweigt.
Bevor eine Hilfsorganisation vom Wochenblatt gefördert wird, unterhält man sich eingehend vor Ort mit den Verantwortlichen und macht sich ein Bild über deren Ziele, Arbeitsweise und Effektivität. Darüber wird in allen Wochenblatt-Ausgaben berichtet.
Spendenempfänger:
„La Mesa“, Puerto de la Cruz und San Isidro/ Granadilla (12/09, 02/10, 03/10) Euro 7.300
Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500
Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000
Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000
Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14) Euro 21.700
Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000
Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500
Caritas Teneriffa (03/11) Euro 3.000
Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14) Euro 10.045
Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13) Euro 2.750
Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000
Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14) Euro 6.000
Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12, 3/13, 12/13, 3/14) zusammen Euro 8.000
Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14) Euro 1.953,03
Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13) Euro 1.800
Einladung zum Mitmachen
Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Sol Bank einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kostenlos. Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.
Spendenkonto
Bei der Solbank
In Spanien: 00810403340001185625
vom Ausland:
IBAN: ES1400810403340001185625
BIC: BSABESBB