In diesem Jahr soll es endlich bergauf gehen
Nachdem in den letzten Jahren die Konjunkturberichte des Unternehmerverbandes CEOE-Tenerife düster geklungen hatten, geht es im Bericht vom letzten Quartal 2013 endlich um Wachstum und neue Arbeitsplätze.
Demnach geht der CEOE davon aus, dass in diesem Jahr das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Kanaren um 1,6% steigen und die Arbeitslosenquote um 0,9% abnehmen wird. Auch rechnen die Wirtschaftsexperten erneut mit einem Urlauberrekord in diesem Jahr.
Im vergangenen Jahr war die Wirtschaft noch rückläufig, der Bericht spricht von einem Rückgang um 0,7% des BIP. Allerdings wurde im letzten Quartal ein Wachstum von 0,7% verzeichnet, was als Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung gewertet wird. Zu einem großen Teil ist die positive Entwicklung des Tourismus hierfür verantwortlich. In diesem Jahr rechnet CEOE mit rund 12,6 Millionen Urlaubern, was einem erneuten Anstieg von 4% und gleichzeitig einem neuen Rekord gleichkäme.
Der Unternehmerverband weist darauf hin, dass sich die Arbeitslosenzahl 2013 kaum verändert hat und am Jahresende 748.700 Personen arbeitslos waren. In diesem Jahr soll die Quote von 35% (Stand vom dritten Quartal 2013 laut der jüngsten Umfrage zur aktiven Bevölkerung, EPA) auf 32,2% sinken. Der CEOE begründet diese Prognose mit der Wiederbelebung des Dienstleistungssektors, angefacht durch den Tourismus und die langsam wiedererwachende Binnennachfrage.
Gefährdet werden könnte diese positive Tendenz durch die Krisensituation in der Ukraine. Die Experten fürchten, die Sanktionen könnten zu einer Verteuerung der Kraftstoffe – und somit der Flugreisen – sowie einer erschwerten Visa-Erteilung für russische Staatsbürger führen, womit der Tourismus-Boom gefährdet wäre. Für Kopfschmerzen sorgt beim Unternehmerverband auch die durch die Verfassungsbeschwerde gegen das Tourismusgesetz verursachte Rechtsunsicherheit, die Investoren abschrecken könnte.
Insgesamt bezeichneten die Experten des Unternehmerverbandes 2014 als „wichtiges Jahr für die Wirtschaft“, nicht nur wegen der lange herbeigesehnten Trendwende, sondern auch wegen der geplanten umfassenden Steuerreform. Abschließend wird in dem Bericht davor gewarnt, die Zügel allzu schnell wieder lockerer zu lassen und die Reformen nicht zu Ende zu bringen, die unbedingt erforderlich seien.