Madrid – Das Zentrum für Soziologische Studien hat eine Umfrage durchgeführt und die Spanier befragt, welche Maßnahmen zur Senkung der Unfallstatistik sie für besonders effizient halten. Die meisten sprachen sich für mehr Verkehrskontrollen und Polizeipräsenz auf den Straßen sowie die Durchführung von Aufklärungskampagnen und Verkehrserziehung aus.
Die Befragten halten Fehler und Ablenkung der Verkehrsteilnehmer sowie den Konsum von Alkohol und/oder Drogen für die häufigsten Ursachen von Verkehrsunfällen, gefolgt von unsozialem und verkehrswidrigem Verhalten. Erst nach Aufzählung dieser im menschlichen Bereich verankerten Ursachen nannten die Befragten den schlechten Zustand der Straßen, eine mangelnde Beschilderung oder extrem leistungsstarke Wagen. Erst an letzter Stelle wurde der veraltete Fuhrpark genannt, der von den Behörden als eine der Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle angeführt wird.
Als sinnvollste Bekämpfungsmaßnahmen gaben die Befragten die Verstärkung von Kontrollen und Polizeipräsenz (28%) sowie die Durchführung von Sensibilisierungskampagnen (21%) an. Nur 14% nannten die Ausbesserung der Straßen und die Beschilderung und 10% die Erhöhung der Bußgelder als effektivste Maßnahmen.
Interessanterweise gaben 65% der Befragten an, es läge in der Verantwortung der Verkehrsteilnehmer, die Unfallzahlen zu senken. Nur 7% sehen die Behörden in der Verantwortung.