Überschwemmungsgefährdete Gebiete


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In Zukunft will man besser vorbereitet sein

Schon häufiger ist es bei schweren Regenfällen, wenn sich die Schleusen des Himmels öffnen, auch wegen der besonderen Geländebeschaffenheit der Inseln zu Überflutungen gekommen.

Teneriffa/La Gomera – Die Inselverwaltungen von Teneriffa und La Gomera haben nun reagiert und auf entsprechenden Landkarten die risikoreichsten Überschwemmungsgebiete aufgeführt. Neben den bereits durchgeführten Verbesserungen am Ableitungssystem und der Entlastung der Schluchten (Barrancos), über die der natürliche Abfluss stattfindet, sollen in Kürze auch auf jedes einzelne Gebiet abgestimmte Pläne aufgestellt werden, um auf den Notfall vorbereitet zu sein und durch sofortiges Eingreifen schlimme Folgen zu vermeiden.

Auf Teneriffa wurden 25 bei starkem Regen überschwemmungsgefährdete Gebiete ausgemacht. Im Inselnorden und

-osten sind es lediglich sechs – darunter Puerto de la Cruz, Igueste, San Andrés und El Chorrillo –, im Süden und Westen dagegen 19. Im Tal von Güímar befinden sich die meisten der gefährdeten Zonen, darunter die Ortschaft El Socorro und der kleine Hafen El Puertito de Güímar. Des Weiteren wurden Las Caletillas, die Küste Candelarias, Porís de Abona, San Miguel de Tajao, El Médano, Las Galletas, Palm-Mar, Los Cristianos, ein Teil von Las Américas, San Eugenio, Playa de Fañabé, La Caleta, die „Höllenschlucht“ Barranco del Infierno, Barranco de Torviscas, Playa San Juan, Alcalá und Los Gigantes als solche markiert.

Auch La Gomera hat eine Liste der Stellen aufgestellt, die wegen ihrer Lage an bzw. in Barranco-Mündungen oder in Küstennähe von regenbedingten Überschwemmungen oder Springfluten bedroht sind. Dazu zählen San Sebastián, Valle Gran Rey und Playa Santiago sowie Alojera. Das Wasseramt hat auf www.aguasgomera.es den entsprechenden Bericht veröffentlicht.

Erwähnenswert ist, dass La Gomera unter allen Inseln bei der Ausarbeitung eines neuen Wasserplanes zur Wasserversorgung und Abwasserkanalisation am weitesten fortgeschritten ist und bis 2015 einen Plan zur Risikosenkung in den überschwemmungsgefährdeten Gebieten aufgestellt haben will.

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