Immer mehr spanische Eltern lassen das Nabelschnur-Blut im Ausland aufbewahren
Immer mehr spanische Eltern beauftragen ausländische Unternehmen damit, das aus der Nabelschnur ihres Neugeborenen gewonnene Blut einzufrieren und aufzubewahren. Die so erhaltenen Stammzellen sollen im Falle einer Krankheit ihres Kindes bei der Behandlung helfen.
Madrid – Die Kosten für dieses Vorgehen, das in der spanischen Gesetzgebung nicht vorgesehen ist, liegen zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Der Kontakt zu den ausländischen Unternehmen, die sowohl den Transport als auch die fachgerechte Aufbewahrung der Blutkonserve über 20 Jahre übernehmen, entsteht meist über das Internet.
Das Gesundheitsministerium bezeichnet die Praktik als illegal, da sie gegen den nicht gewerblichen Geist verstoße, der dem spanischen Transplantationsgesetz zugrunde liegt. Es wird nun alles daran gesetzt, die Niederlassung dieser Unternehmen in Spanien zu verhindern.